Aaresteg Zehendermätteli
Zwei Ufer – zwei Lesarten derselben Geste: Auf der Bremgartner Seite fügt sich die Brücke präzise und
zurückhaltend in die bestehende Topografie ein, eine punktuelle, beinahe chirurgische Berührung der
Landschaft. Auf der Seite Zehndermätteli hingegen öffnet sich eine neue Perspektive – hier wird die Brü-
cke zum Impulsgeber, der Ort erwacht in einer neuen Lesbarkeit, erhält einen Zugang, eine Geste der Ein-
ladung.
In der Uferzone von Zehndermätteli entsteht die Möglichkeit eines kleinen, naturhaften Parks – keine
Inszenierung, sondern eine leise Weiterführung des Bestehenden. Kleine Eingriffe, grosse Wirkung: das
Sichtbarmachen und Pflegen dessen, was schon da ist. Der Eingriff bleibt minimal – kein grosser Baum
muss weichen, nur kleinere Sträucher am Flussrand werden versetzt. Durch die bogenförmige Konstruk-
tion der Brücke bleibt das Terrain nahezu unberührt, die Vegetation bewahrt, die Landschaft respektiert.